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LuWo – Nr. 4 – 26. Januar 2012

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JANUAR 2012, NR. 4 hochwertige15 Küchen im Abverkauf Küchen aus Meisterhand zu traumhaften Preisen Küchen aus Meisterhand zu traumhaften Preisen 70806 Kornwestheim Stuttgarter Str. 78-86 Telefon 07154-35080 Bietigheim: „Die feinsinnige Ironie der Kunst“ bekommt dieser Tage eine Plattform in der Städtischen Galerie Bietig- heim-Bissingens. Die ironische Kunstschau trägt den Titel „iRonic“. Ganz und gar iRonic: Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen widmet der feinsinnigen Ironie der Kunst eine eigene Ausstellung Ironie ist ein wesentlicher Be- standteil der verbalen und visu- ellen Kommunikation. Sie um- fasst Übertreibung und Unter- treibung, Bedeutungsauflösung und Bedeutungsaufladung. Sie untergräbt und schafft Distanz im gleichen Atemzug. Erhält sie in Zeiten gravierender politi- scher wie gesellschaftlicher Umbrüche und sich global aus- wirkender Katastrophen wie- der eine größere Bedeutung, auch im künstlerischen Dis- kurs? Die Werkschau sucht Antworten. Elf international renommier- te Künstlerinnen und Künstler präsentieren unterschiedliche Facetten von Ironie als einem zentralen Ausdrucksmittel ih- rer Kunst. In den Gemälden, Skulpturen, Installationen, Fo- tografien und Videos greifen sie gesellschaftlich relevante The- men auf und setzen sich mit po- litischen Slogans, Geschlechter- rollen, Forschungsmethoden Zwischen lustig und listig lauert feine Ironie der Wissenschaft oder unserem Umgang mit der Natur ausein- ander. Ironie erscheint hier als Mittel des Spiels, auch des Sprachspiels, als Mittel der Analyse, der Kritik oder als Aus- druck von Grenzerfahrung. Auch die Kunst wird hinter- fragt, wenn es etwa um die Er- wartungen des Kunstbetrach- ters oder des Künstlers an sich selbst bzw. die Definition der Rolle des Künstlers in der Ge- sellschaft geht. Die präsentier- ten Werke zu diesen Themen sind lustig und listig, hinter- gründig und feinsinnig – Ironie als heiteres und zugleich treffsi- cheres Stilmittel. Die in Kooperation mit dem Kunstpalais Erlangen entstan- dene Ausstellung zeigt Arbeiten von Shannon Bool (Kanada), Mark Dion (USA), Brigitte Ko- wanz (Österreich), Ragnar Kjartansson (Island), Peter Land (Dänemark), Patrick Mimran (Frankreich), Ahmet Ögüt, Sener Özmen (beide Tür- kei), Thorsten Brinkmann, Claude Wall und Anton Hen- ning (alle Deutschland). Künstler und Betrachter werden zu Komplizen Künstler, die sich an den Be- trachter als Verbündeten im Geiste wenden. Durch diese Komplizenschaft treffen die sie in einer als absurd empfunde- nen (Kunst)Welt den Nerv. Ahmet Ögüt bastelt in „Somebody Else’s Car“ aus dem Auto eines anderen mal eben ein selbst gemachtes Polizeiauto und schafft so auch eine Ordnung. Foto: Ahmet Ögüt INFORMATION Die Ausstellung „iRonic“ ist bis zum 9. April in der Städ- tischen Galerie zu sehen. Der Winzerfreundeskreis „Junges Schwaben“ ist zehn Jahre alt – Die Jubiläumsweine verbinden jugendlichen Elan und Tradition Überaus köstlich schmecken die Württemberger "5 Freunde und der Jubilä- umsjahrgang" - was sich zu- nächst anhört wie ein Jugend- roman von Enid Blyton, ist in Wirklichkeit das zehnte Kapi- tel einer schwäbischen Er- folgsstory. Vor zehn Jahren beschlossen fünf junge Win- zer, die, wie sie selbst sagen, unterschiedlicher nicht sein könnten, gemeinsame Sache zu machen. Aus dem Bund, der bei der ProWein 2002 in Stuttgart: Hans Hengerer, Sven Ellwanger, Jürgen Zipf, Rainer Wachtstetter und Jo- chen Beurer gelten als moder- ne Vertreter des württember- gischen Weinbaus. Die Weine, die das Fünfgestirn mit dem Gütesiegel "Junges Schwa- ben" Jahr für Jahr heraus- bringt, sind ein Gradmesser dafür, zu welchen tollen Er- gebnissen der hiesige Wein- bau fähig ist. Jetzt wurde die neue Kollektion vorgestellt. Düsseldorf aus der Taufe ge- hoben wurde, ist im Laufe von zehn Jahren ein Freun- deskreis geworden. Das Zeichen ihrer Verbun- denheit ist der Name "Junges Schwaben", wobei die fünf Mitglieder, die so langsam das Schwabenalter erreicht haben, betonen, dass das "s" eine immer größere Bedeu- tung bekomme. Bereitschaft zu lernen, darf nie aufhören Jung also nicht mehr unbe- dingt an Jahren aber nach wie vor dynamisch und im Herzen so juvenil sind sie, dass Hans Hengerer, Sven Ellwanger, Jürgen Zipf, Rainer Wachts- tetter und Jochen Beurer nie aufhören wollen zu lernen und offen sind für Ideen, die sie auch bei Gütern in Frank- reich und Österreich finden. Diese Inspirationen, Versu- che, gemeinsame Maßnah- men zur Weiterbildung und Gespräche haben dazu ge- führt, dass die fünf Winzer aus Pfaffenhofen (Wachtstet- ter), Großheppach (Ellwan- ger) Löwenstein (Zipf), Heil- bronn (Hengerer) und Stetten (Beurer) in die erste Riege des schwäbischen Weinbaus aufgestiegen sind. Der beste Gradmesser ihres Könnens ist ihr Jahresbeitrag zur Gruppe, der gleichsam das Spitzener- gebnis ihrer Bemühungen um einen guten Jahrgang dar- stellt. Ellwanger begeistert heuer mit einem facettenrei- chen Sauvignon Blanc 2010. Beurers Riesling Jahrgang 2010 hat eine enorme Frucht, eine gute Säure und paart das gekonnt mit der für württem- bergische Rieslinge typischen Mineralität. Hengerers Spät- burgunder, Jahrgang 2009, und Wachtstetters Lember- ger, Jahrgang 2009, sind sehr elegante und großartige In- terpretationen dieser Traditi- onsrebsorten. Gleiches gilt für Jürgen Zipfs Cuvée aus Lem- berger, Burgunder und Caber- net Dorio, die bei aller Klas- sik, Dank der jungen Zugabe Dorio, eine gewisse Raffinesse besitzt. Michael Langjahr Hengerer, Wachtstetter, Beurer, Zipf, Ellwanger Bild: o. H INFORMATION Weitere Informationen im Netz: www.jungesschwaben.de Ludwigsburger Fast Food – igitt! Hin und wieder überkommt es mich; meistens am Sonntagabend. So zwischen Lindenstraße und Tatort will ich noch etwas Leckeres zu mir neh- men, bin aber zu bequem, den Herd einzuschal- ten. Pizza-Lieferservice? Lohnt sich eigentlich nicht bei nur einer kleinen Bestellung. Aber der Drive-In einer der ganz großen Fast-Food-Ketten der Stadt - weshalb eigentlich nicht? Soll schnell gehen und preiswert sein. Ich fahre also hin und reihe mich in die Schlange vor dem Bestellschalter ein. Just in dem Augen- blick, in dem vor mir fünf Autos stehen und fünf hinter mir, kommt alles ins Stocken. Nichts geht mehr. Ein Ausscheren ist zwecklos und mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als geduldig zu war- ten. Und was glauben Sie, wie lange es gedauert hat, ehe ich meine 20 gebackenen Hühnerflügel- chen entgegennehmen durfte? Zehn Minuten, ei- ne Viertelstunde? Weit gefehlt! Sage und schrei- be 34 Minuten benötigte ich, um die braune Tüte in Händen zu halten und wieder durchzustarten. Mein bescheidener Einwand gegenüber der Kas- siererin , dass das alles doch überaus lange ge- dauert hätte, wird mit einem Achselzucken und einer überaus unflätigen Bemerkung quittiert. Und die Qualität der Speise? Als Schulnote wäre eine fünf minus geschmeichelt. Ludwigsburger Fast Food? Katastrophal langsam und geschmeckt hat es auch nicht. Eine selbst ge- schmierte Stulle wäre besser gewesen. G. Probst AM RANDE BEMERKT AUS DER REGION Maitresse Amanda plaudert im ehemaligen Residenzschloss Ludwigsburg: Am Sonntag, den 29. Januar, um 11 Uhr unterhält die Maitresse Aman- da die Besucher bei einer Son- derführung im Ludwigsburger Schloss. Alle wussten zur damaligen Zeit, wer der Liebhaber der berühmten Schauspielerin Stubenrauch war: König Wil- helm I. höchstselbst. Ihre Bühnenkollegin Aman- da erzählt davon und davon, dass die Damen des Theaters seit jeher die Favoritinnen der Herrscher waren. Sie berich- tet, wie sie glanzvoll aufstie- gen - und genau so schnell ab- stürzten. Sie spricht aus Erfahrung: Ein hoher Herr vom Hof ist ihr Liebhaber - aber der darf auf keinen Fall be- kannt werden… Beim Weg durch den Alten Hauptbau, Ahnengalerie und Theater finden die Geschichten ihren Ort - denn hier ist alles, was sie erzählt, tatsächlich ge- schehen! Für die Führung, die 9 Euro (ermäßigt: 4,50 Euro) kostet, ist eine Anmeldung erforderlich, unter Tel.: (07141) 182004 oder unter E-Mail info@schloss-lud- wigsburg.de. Treffpunkt ist die Schlosskasse. Maitresse Amanda. Foto: mic