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In Ottmarsheim präsentieren Kommunalpolitiker und Vertreter des öffentlichen Nahverkehrs die neuen Busse.

In Ottmarsheim präsentieren Kommunalpolitiker und Vertreter des öffentlichen Nahverkehrs die neuen Busse. 

Foto: VVS

Busfahren wird leichter

Zum Beginn des neuen Jahres gibt es im Neckartal Verbesserungen im Busangebot. Fahrgäste können sich über eine zusätzliche Buslinie und dichtere Takte freuen.

Ottmarsheim: Die Buslinien im Neckartal werden seit dem 1. Januar von der Omnibusunternehmen Friedrich Müller (FMO), einer Tochter der Regional Bus Stuttgart, betrieben. Die Firma hatte sich bei der Vergabe gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Bei den von der Europäischen Union vorgeschriebenen Ausschreibungen werden Buslinien in Bündeln zusammengefasst. Die Busse im sogenannten Linienbündel 8 legen im Jahr rund 1,5 Millionen Kilometer zurück.
„Ein funktionierendes und bedarfsorientiertes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr stellt gerade für einen Verdichtungsraum wie dem Raum Ludwigsburg ein wichtiges Rückgrat dar. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem neuen Linienbündel 8 auch deutliche Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger erreicht wurden“, sagte Uwe Seibold, Bürgermeister Kirchheim/Neckar. Vor allem werden Kirchheim und der Nachbarort Gemmrigheim durch das neue Busangebot noch besser vernetzt.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Linien des Bündels Neckartal für die nächsten neun Jahre betreiben können“, so FMO-Geschäftsführer Marco Trovato. „Wir haben für den Betrieb des Linienbündels neun fabrikneue Linienbusse beschafft“, erklärte Trovato weiter. „Diese Fahrzeuge der neuesten Generation werden besonders schadstoffarm unterwegs sein. „Da ein neuer Betreiber auf neuen Linien mit neuen Fahrzeugen und zum Teil auch neuen Fahrern unterwegs ist, bitten wir vorab um Verständnis, wenn am Anfang noch nicht alles hundertprozentig klappt“, sagte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler . Erfahrungsgemäß brauche es einige Wochen, bis sich alles eingespielt habe.

Neue Linie und engerer Takt
Die wichtigsten Neuerungen: Neue Buslinie 573 von Kirchheim/Neckar nach Gemmrigheim): Dadurch ist das Gemmrigheimer Wohngebiet südlich der Forststraße, zu dem bisher nur vereinzelt die Busse der Linie 574 gefahren sind, besser angebunden. Die Busse sind nun in der ganzen Woche über im 30- bis 60-Minuten-Takt unterwegs und fahren auch am Wochenende. Die beiden Haltestellen Amselweg und Adlerweg sowie das Gewerbegebiet Niedere Klinge werden nun von Montag bis Sonntag im Halbstunden- bis Stundentakt von der neuen Buslinie angefahren. Bislang hielten die Busse der Linie 574 dort unter der Woche nur sechs Mal am Tag, am Wochenende und in der morgendlichen Berufsverkehrszeit gar nicht.
Linie 459 (Freiberg – Pleidelsheim – Besigheim): Die Buslinie 459 fährt künftig montags bis freitags bis 20 Uhr alle 30 Minuten nach Freiberg. Im Spätverkehr und am Wochenende sind die Busse mindestens alle 60 Minuten nach Freiberg unterwegs. Damit wurde der Takt montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr von einem Stunden- auf einen Halbstunden-Takt ausgeweitet. Neu ist auch, dass die Busse an Sonn- und Feiertagen künftig stündlich von Freiberg nach Mundelsheim unterwegs sind. Bislang fahren die Busse auf dieser Strecke im Zweistunden-Takt.
Die Linie 459 ist zwischen Freiberg und Mundelsheim künftig ein „verlässlicher S-Bahn-Zubringer“. Verlässliche S-Bahn-Zubringer sind Linien, die montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr mindestens halbstündlich sowie montags bis freitags von 20 bis 24 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen ganztägig mindestens im Stundentakt fahren.

mic