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Foto: Siegfried Fries / pixelio.de

Ein Allesfresser: Der Waschbär

Waschbären sind nachtaktive Raubtiere, die zur Familie der Kleinbären gehören. In Gefangenschaft können sie über 20 Jahre alt werden. 

Waschbären tragen ihren Namen nicht zu Unrecht: Leben sie in Gefangenschaft, tauchen sie ihre Nahrung unter Wasser. Ob sie das Fressen dadurch säubern möchten, weiß man bis heute nicht genau. Unumstritten aber ist, dass das Tier ein leidenschaftlicher Esser ist. Kein Wunder: Da der Waschbär Winterruhe hält, muss er sich eine Fettschicht anfuttern. So kann er sein Gewicht verdoppeln. Der Waschbär hat einen sehr guten Tastsinn und untersucht die Funde genau mit den empfindlichen Pfoten. Er frisst Insekten, Würmer, Käfer, Obst, Nüsse, Fische und Amphibien. Auch sein Gedächtnis ist beeindruckend. So kann der Waschbär nicht nur Aufgaben bewältigen, sondern erinnert sich auch Jahre später noch an die Lösung. Waschbären siedelten sich erst in den 1930er-Jahren in Europa an. Aus wenigen Exemplaren der weiß-schwarzen Tiere wurden schnell Tausende. Heute bewohnt der Säuger sogar unsere Städte. Gern lassen sie sich von Menschen füttern und sogar an feste Futterzeiten gewöhnen. 

Brückner/amc/DEIKE