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Margeriten im Garten.

Margeriten im Garten.

Foto: Andrea Warnecke

Margeriten im Garten

Sie wirkt einfach fröhlich: Die Margerite mit ihren weißen Blütenblättern und der goldgelben Mitte steht für ein Sommergefühl. Mit Kornblumen und Klatschmohn gehört sie in reich blühende Wiesen. Aber sie ist auch im Topf und im Beet eine beliebte Pflanze.

Bremen/Berlin: Sommer-Margeriten stammen aus den Pyrenäen. Die Botaniker führen diese Staudenklassiker unter dem Namen Leucanthemum Maximum-Hybriden, seltener auch als Leucanthemum Superbum-Hybriden. Ihre Sorten unterscheiden sich vor allem in der Höhe und im Grad der Füllung der Blüten. „Gefüllte Blüten werden fast nicht mehr nachgefragt“, sagt Doris Pöppel, Staudengärtnerin aus Stuhr bei Bremen. Ihre Empfehlung unter den einfach blühenden Sorten ist ‚Gruppenstolz‘. Sie ist gut standfest und hat einen kompakten Wuchs.
Eingreifen sollten Hobbygärtner nach ein paar Jahren: „Man kann beobachten, dass sie nach drei bis fünf Jahren blühfaul werden“, berichtet die Staudengärtnerin. Pöppel rät daher, die Magerten dann auszugraben, zu teilen und getrennt wieder einzupflanzen. Hierbei ist es wichtig, den Standort zu wechseln. Eine gute Zeit für diese Arbeit ist das zeitige Frühjahr, wenn alle Stauden im Beet zurückgeschnitten sind.

Margeriten bei Gemüsebeeten
Wer am liebsten die Blüten für Sträuße ernten möchte, sollte die Margeriten extra in ein Beet setzen. Im ländlichen Raum werden diese Schnittstauden zum Beispiel gerne an die Ränder der Gemüsereihen gepflanzt, so dass man mit dem Messer leicht an die Horste herankommt. Im Hausgarten liegen die Beete für die Schnittblumen oft etwas verdeckt im hinteren Teil des Geländes.
Die Beliebtheit der Margeritenblüten spiegelt sich in der zunehmenden Nachfrage für eine nahe Verwandte wider. „Die Oktober-Margerite erlebt seit kurzem eine große Renaissance“, berichtet Staudengärtnerin Pöppel. Die weißen Scheibenblüten erscheinen ab Oktober und sitzen auf verzweigten Trieben, die gut und gerne zwischen 150 und 200 Zentimeter hoch werden. Ursprünglich stammt diese Riesenstaude vom nördlichen Balkan, wo sie sich auf sonnigen, feuchten Böden wohlfühlt. Im Garten sollte die Oktober-Margerite eine Stütze haben, damit sie auch in den Herbststürmen standhaft bleibt.
Ideale Partner sind Gräser wie das Chinaschilf, der Kerzen-Knöterich und die Goldaster. In dieser Kombination finden Wildinsekten auch im Herbst noch reichlich Pollen und Nektar im Garten. Zugleich kann man die Blütenstiele zur Auflockerung von Blumensträußen aus den letzten Dahlienblüten verwenden.