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Ein Klavier kann gut klingen, aber auch die Nerven strapazieren.

Ein Klavier kann gut klingen, aber auch die Nerven strapazieren.  

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Mieter müssen Musik hinnehmen

Wer in einer Mietwohnung lebt, muss unter gewissen Umständen ertragen, dass die Nachbarn musizieren.

München: Mieter müssen Musik aus der Nachbarwohnung mitunter hinnehmen. Denn Musizieren in Zimmerlautstärke ist erlaubt, erklärt der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern). Das bedeutet: Ist im Mietvertrag Hausmusik grundsätzlich verboten, ist das unzulässig. Denn nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs stört Hausmusik nicht mehr als Fernsehen und Radio.
Allerdings können Instrumente wie Trompete, Klavier oder Geige schnell die Grenze der Zimmerlautstärke übersteigen. In diesem Fall sollte laut VdW Bayern besser nur außerhalb der üblichen Ruhezeiten und nicht länger als zwei Stunden am Tag gespielt werden.
Gerichte machen zwischen einzelnen Instrumenten durchaus einen Unterschied. Klarinette und Saxofon zum Beispiel darf nach Ansicht des Oberlandesgerichts Karlsruhe zwei Stunden täglich, sonntags nur eine Stunde gespielt werden. Das Bayerische Oberlandesgericht entschied hingegen für Klavier: Hier sind bis zu drei Stunden täglich in Ordnung.