Sie sind hier: Startseite
Bild4
Foto: Daniel Karmann

Gefahren für Hunde im Herbst

Fallen im Herbst die Blätter, findet sich im Laub so manche Nuss. Sie wecken bei vielen Hunden den Spieltrieb. Doch die scheinbar harmlosen Früchte können lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen.

Berlin: Halter sollten beim Gassigehen genau hinschauen, womit das Tier spielt, rät Tierärztin Tina Hölscher. Die grünen Fruchtschalen der Walnüsse etwa enthalten oft giftige Schimmelpilze. Sie können das Nervensystem angreifen und für das Tier unter Umständen tödlich sein. Besonders heikel: Die Substanzen sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. So kann das Kauen auf einer einzigen Walnuss für Vierbeiner tödlich enden. Schon nach kurzer Zeit können sich Vergiftungssymptome zeigen: Torkeln, Erbrechen, Lethargie. Eine höhere Menge Gift kann zu Herzrasen, hoher Atemfrequenz und Krämpfen führen, erklärt Hölscher.

Torkeln und Erbrechen sind Warnzeichen

Auf Berührungen reagiert der Hund oft panisch. Auch vermehrter Speichelfluss kann ein Indiz sein.

Aber nicht nur Walnüsse, sondern auch Kastanien bergen Gefahren: Einmal verschluckt, können sie zu einem Darmverschluss führen. „Der Hund erbricht sich jedes Mal, wenn er etwas frisst“, erklärt Hölscher. Viel schlimmer aber ist, dass die betroffene Stelle der Darmwand nicht mehr durchblutet wird und abstirbt. Dann könne nur noch eine Operation den Hund retten.

Verhält sich der Hund apathisch, sollten Halter zum Tierarzt gehen. Ansonsten kann das tödlich für das Tier enden. Damit es nicht so weit kommt, ist es besser, eigenes Wurfspielzeug mitzunehmen.

Macadamianüsse sind Gift für Hunde

Gefahren lauern aber auch zu Hause. Schokolade und Nussgebäck können Hunde vergiften. Frisst das Tier Macadamianüsse, kann es zu Erbrechen, Bauchschmerzen, Lahmheit, Zittern und Fieber kommen.

Beim Verzehr von Rosinen können akutes Nierenversagen und Tod innerhalb von 24 bis 72 Stunden eintreten. Auch Schokolade sollte man gut verstecken. Denn Hunden und Katzen fehle ein Enzym, um das in Schokolade enthaltene Theobromin abzubauen. „Schon eine halbe Tafel Zartbitterschokolade kann für einen Yorkshire-Terrier tödlich sein“, warnt Hölscher.

Um das Tier zu retten, muss die Giftaufnahme verhindert werden. Dazu spritzen Tierärzte sie ein Mittel, das Erbrechen auslöst. Das muss jedoch ein bis zwei Stunden nach Nahrungsaufnahme gegeben werden. Schnelles Reagieren ist also wichtig.